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Unternehmen

Firmengeschichte

140 Jahre Waldmünchner „Baukunst“

Stammhaus der Baufamilie Wagner, 1917Firmengründer Jacob Wagner, von Beruf Maurer und Steinmetz und Ur-Urgroßvater des jetzigen Firmeninhabers Siegfried Wagner, gab 1878 den Startschuss für das heute renommierte Bauunternehmen mit zeitweise nur einem Beschäftigten. Seine Gerätschaften und Hilfsmittel reichten gerade aus, um ein kleines Häuschen zu bauen. Die Geräte wurden mit einem Bretterwagen aus der Landwirtschaft zur Baustelle gebracht. Eine besondere Fähigkeit von Jacob Wagner war der Umgang mit Natursteingesimsen. Noch heute findet man in alten Gebäuden in Waldmünchen Fensterrahmen aus Natursteingesims, die durch Jacob Wagner von Hand hergestellt wurden.

Johann Wagner (*1872 + 1950) führte den Betrieb von 1892 bis 1934 am längsten. Er weitete den Mitarbeiterstand auf 20 Fachkräfte aus. 42 Jahre lang bewies er bei vielen durchgeführten Maßnahmen seine bauhandwerklichen Fähigkeiten. Bedeutende Gebäude der Trenckstadt, wie zum Beispiel das Bürgerspital und das Rathaus, die beide im Jahr 1904 errichtet wurden, oder die Turnhalle, geben noch heute Zeugnis von der Baukunst Johann Wagners.

Als nächster Nachfahre trat Sohn Richard Wagner (*1904 +1996) die Leitung des Betriebes, dessen Größe mittlerweile auf 40 Beschäftige anwuchs, für 28 Jahre an. Diese Jahre müssen als die schwersten der Firmengeschichte angesehen werden. Der 2. Weltkrieg hemmte den Geschäftsbetrieb sehr; die Firma musste am 1. Juli 1940 kurzzeitig wegen der Kriegsteilnahme von Richard Wagner stillgelegt werden. 1944 musste dann die Firma endgültig abgemeldet werden, weil wegen der Einziehung aller wehrtüchtigen Männer zum Militär keine Bauarbeiter mehr zu bekommen waren.

Schon im Jahr 1947 meldete Richard Wagner das Bauunternehmen mit den Teilbereichen Baustoffhandel und Planungsbüro wieder an. Da der Firmenchef um seine künstlerische Ader wusste und er sich schon immer sehr für gestalterische Fragen interessiert hatte, ging er nach München und drückte noch einmal die Schulbank. 1949 erlangte er den Architektentitel. Im Jahr 1958 startete Richard Wagner zusammen mit seinem ältesten Sohn Siegfried Wagner (*1937) das Bauunternehmen mit acht Beschäftigten neu.  

Neubau Spaett-Villa an der Ölbergstraße, 1920/21
Nachdem Siegfried Wagner senior im Jahr 1962 die Prüfung als Maurermeister erfolgreich absolviert hatte, übernahm er die alleinige Geschäftsführung der Baufirma und baute sie sukzessive aus. In seiner fast 40-jährigen Leitung des Betriebes wurde der Werkstoff Beton zu einem immer wichtigeren Bestandteil und war aus der Bauwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Ein Transportbetonwerk wurde gebaut und Mischfahrzeuge angeschafft. Bereits seit 1968 besteht die Mischbetonanlage, die bis zum heutigen Tag vom Bruder des Firmenchefs, Maurermeister und Betontechnologen Michael Wagner, betreut und kontrolliert wird.

Die 1970er Jahre können als Blütezeit der Baufirma Wagner angesehen werden. Bedingt durch den Bau des Waldmünchner Schul- und Sportzentrums sowie des BRK-Altenheims wuchs der Mitarbeiterstand auf bis zu 160 Beschäftigte.

Im Jahr 2000 übergab Siegfried Wagner senior nach 40 Jahren engagierten und erfolgreichen Wirkens die Leitung der Firma an seinen Sohn, Siegfried Wagner (*1963). Der Maurer- und Stahlbetonbaumeister führt nun schon seit 18 Jahren äußerst erfolgreich das Familienerbe in der mittlerweile fünften Generation.

 Derzeit arbeiten drei Generationen in der Baufirma Wagner, die circa 90 Beschäftigten einen sicheren qualitätvollen Arbeitsplatz bietet. Die Jüngste der Familie Wagner, die Tochter Lena Wagner, übt dabei seit vielen Jahren den wichtigen Posten der Finanzbuchhalterin aus und sichert schon jetzt den weiteren Fortbestand des traditionsreichen Waldmünchner Bauunternehmens.