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Warum Maurer ein Traumberuf ist

Thomas Meier aus Stamsried ist einer der besten Maurer-Azubis der Region. Für den Beruf hat er den Industrie-Job aufgegeben.

Thomas Meier ist ganz sicher: „Das ist es jetzt!“ DAS ist der Beruf des Maurers, für den er sich schon als Jugendlicher interessiert hatte. Aber es kam zunächst anders: Der Stamsrieder lernte zunächst Trockenbauer, war danach drei Jahre in der Industrie tätig. Wirklich losgelassen hat ihn der Gedanke, es eines Tages anzugreifen, nicht. Was gut so war, denn der 24-Jährige hat nicht nur seine Passion gefunden, sondern ist auch noch richtig gut.

So gut, dass man seinem Chef Siegfried Wagner den Stolz ansehen kann. Meier legte die beste Zwischenprüfung hin und wurde mit einem einwöchigen Stipendium an der Bayerischen Bauakademie belohnt. „Ich hab’erst mal langsam geschaut, als ich die Einladung aus dem Briefkasten gezogen hab’“, erinnert er sich. Nachdem er sich erkundigt hatte, was sich hinter der „Begabtenförderung“ verbarg, hat er sich erst einmal gefreut. „Zurecht“, bekräftigt ihn Siegfried Wagner, der schließlich weiß, was im Handwerk und den Prüfungen verlangt wird.

Zum ersten Mal haben die Bauinnungen Mittelfranken und Oberpfalz ihre zwölf Besten eine Woche zusammengetrommelt und ihnen in Feuchtwangen eine Fortbildung der besonderen Art ermöglicht. Es ging vor allem darum, Techniken und Kniffe zu vermitteln, die wegen ihres Schwierigkeitsgrads weit über die „normalen“ Ausbildungsinhalte hinaus gehen. Der Kurs soll zuerst eine Belohnung für die Leistungen der Auszubildenden sein, sie aber auch auf zukünftige Wettbewerbe vorbereiten.

Für Firmenchef Siegfried Wagner stand es außer Frage, dass er seinem jungen Mitarbeiter für die Woche Sonderurlaub gewährt. Schließlich sei das eine herausragende Sache, auch für das Bauunternehmen mit seinen fast 100 Mitarbeitern. Neben Thomas Meier beschäftigt der Waldmünchener Traditionsbetrieb aktuell sieben gewerbliche Lehrlinge.

Schwierige Lehrlingssuche

Die zu finden ist nach wie vor schwierig, betont Wagner. Ein Pfund, mit dem seine Firma wuchern kann: Sie ist breit aufgestellt. Das Spektrum umfasse Beton- und Brückenbau, reiche von der Turnhalle bis zum Wohnhaus. „Alle Lehrlinge dürfen hier und da mit hin“, sie werden auch gefragt, wo sie am liebsten eingesetzt werden möchten, erklärt der Firmenchef seine Einstellung, die sich unter dem Schlagwort „fördern und fordern“ zusammenfassen ließe.

Das gilt auch für Thomas Meier, der eine Vermutung hat, warum er gute Noten und positive Rückmeldungen bekommt. „Man tut sich leichter, wenn man sich interessiert“, meint der junge Mann, der schon die Gesellenprüfung Ende Juni/Anfang Juli im Auge hat. Und den nächsten Schritt, denn den Meisterbrief möchte der angehende Maurer auf alle Fälle noch drauf satteln.

Auch, wenn das trotz Meister-BAföGs wieder finanzielle Kompromisse und 14 Monate „lernen“ bedeutet „Damit ich mehr kann, mehr lerne und mehr möglich ist“, verliert Meier – nach dem Grund für sein Engagement gefragt – nicht mehr Worte als nötig. Die Tage in Feuchtwangen waren ein zusätzlicher Motivationsschub. Das Arbeiten unter Gleichgesinnten und im Team haben dem 24-Jährigen am besten gefallen.

Eine neue Brücke

Was auch gut war: „Viele kamen aus kleineren Betrieben, da konnten wir uns gut austauschen“. Dass die Schulung nicht nur eine Kür war, zeigt sich beim Blick auf die aktuelle Projektliste von Bau Wagner, zu der die Sanierung des „Dirmaler Wirts“ im Herzen Waldmünchens gehört. Auch dort sind Gewölbekeller zu finden, überhaupt nimmt mit dem Bewusstsein für historische Bausubstanz auch der Bedarf handwerklichen Könnens wieder zu, wie Siegfried Wagner zufrieden feststellt.

Weil Thomas Meier gerade auch noch den Kranführerschein gemacht hat, ist er derzeit mit Vorliebe bei der Brückensanierung in der Neusiedler Straße anzutreffen. „Da steht einer“, schmunzelt er. Eine dritte heimische Baustelle befindet sich mit Straße, Kanals, Wasser aktuell in der Schlesierstraße, in vier bis sechs Wochen steht die Ortsdurchfahrt Geigant an. Nach wie vor ist Bau Wagner viel im Weidener Raum unterwegs, in Neunburg, Rötz und Schwarzenfeld werden Tiefbau-Projekte verwirklicht, berichtet Siegfried Wagner.

Der sieht in den guten Leistungen seines Lehrlings, aber auch der anderer Auszubildender im Landkreis Cham, nicht zuletzt eine Bestätigung für die Berufsschule in Furth im Wald, die als „Baukompetenzzentrum“ verschiedene Bereiche unter einem Dach zusammenführe und mit Lehrkräften ausgestattet sei, die Energie und Freude aufbringen. Thomas Meier selbst hat in seinem neuen „Job“ die Vielseitigkeit gefunden, die er vorher vermisst hat. Baustelleneinrichtung, Stahlbetonbau, Estrich verlegen, verputzen... und Stein auf Stein setzen. Wie es hoch hinaus geht, weiß er ja.

Sehen Sie hier ein Image-Video der Bauinnung/Bauakademie mit Thomas Meier

  • „Eine herausragende Sache“: Firmenchef Siegfried Wagner ist stolz auf seinen Lehrling Thomas Meier, der die beste Zwischenprüfung aller Maurer in der Region hingelegt hat. Foto: Schoplocher

  • Und dann noch schnell den Kranführerlehrgang: Thomas Meier gibt beruflich Vollgas. Der 24-Jährige weiß, warum: Er hat seine Passion gefunden. Als Nächstes steht der "Meister" an. Foto: Schoplocher

  • Eine Woche lang durften zwölf Azubis eine Fortbildung in Feuchtwangen genießen. Dort lernten sie anspruchsvolle Techniken, etwa im Gewölbebau. Freitragendes Mauern war da gefordert. Foto: Bayerische Bauakademie

  • Meier ließ sich gerne für ein Image-Video der Bauinnung/Bauakademie interviewen. Die Woche sei eine super Gelegenheit gewesen, Gleichgesinnten und gleich Gute kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten, meinte er. Foto: Bayerische Bauinnung

  • Auch aufwendige Konstruktionen müssen umgesetzt werden. Foto: Bayerische Bauinnung